1. Was ist appleJuice?
appleJuice ist ein P2P-Filesharing-Programm, bestehend aus:
- Core
- Der Kern. Er kümmert sich um den Datentransfer zwischen den Cores
- GUI
- Die Anzeige - visualisiert, was der Core macht und konfiguriert diesen sogleich
- Server
- Vermittler - delegiert Quellen, Suchanfragen und hält die
Hashtablevor.
2. Core, GUI? Ich verstehe nur Bahnhof!
Anders als bei klassischen Filesharing-Systemen ist der funktionelle Teil (Core) vom grafischen Teil (GUI) getrennt.
Wichtig ist der Core. Dieser tauscht die Dateien, ist für Upload verantwortlich und kommuniziert mit anderen Cores.
Das GUI ist nur zur Steuerung des Cores da. D. h. verwendet man im GUI die Suche zum Finden von appleJuice Anleitung, dann schickt das GUI diesen Befehl an
den Core weiter und dieser führt es aus. Ergebnisse kommen so natürlich auch vom Core an das GUI und werden durch dieses visuell aufbereitet.
3. Mehrere GUIs an einem Core?
Ja. Dadurch ist es z. B. auch möglich, den Core fernzusteuern. Die Anzahl der GUIs, die mit einem Core verbunden sind, ist dabei unbegrenzt.
4. Wie alt ist appleJuice?
Die erste – noch in Delphi programmierte – Version erschien am 15. Februar 2002.
appleJuice transferiert seit
Jahren Daten.
5. Ist appleJuice legal?
Die Software appleJuice ist selbstverständlich legal.
Du bist durch die Lizenzbestimmungen auch daran gebunden, keine illegalen Inhalte zu teilen.
6. Wie sicher ist appleJuice?
Der Datenverkehr von AJ läuft verschlüsselt ab, sodass eine Zwischenstelle, z. B. der Provider, nicht erkennen kann, welche Daten übermittelt werden.
Allerdings kann der Tauschpartner deine IP mit entsprechenden Tools/Kommandos erkennen und wenn er nur eine Datei im Download hat kann er somit darauf schließen,
dass deine IP-Adresse diese Datei zur Verfügung stellt.
Trotzdem ist AJ genauso sicher wie eMule/BitTorrent, da sowohl der AJ-Client, als auch der AJ-Server Closed-Source sind und auch bleiben.
7. Funktioniert appleJuice mit IPv6?
AJ funktioniert nur sehr eingeschränkt mit IPv6.
Dies betrifft vor allem sogenannte DS-Lite
Anschlüsse.
AJ kann über IPv6 nur indirekte Verbindungen zu anderen Clients aufbauen. Die Vermittlung einer Verbindung übernehmen in diesem Fall die
Server für deinen Client.
Eine Verbindung zu anderen Clients, welcher ebenfalls nur über IPv6 im Netzwerk sind, kann nicht hergestellt werden.
8. Wie erkenne ich, ob ich DS-Lite habe?
9. Was ist Partsharing?
Ja, appleJuice unterstützt Partsharing. Du musst nicht warten, bis eine Datei komplett ist: Bereits geladene Teile gibst du sofort an andere weiter, und du kannst Teile auch von Usern laden, die die Datei selbst noch nicht vollständig haben. So verteilen sich beliebte Dateien deutlich schneller im Netz.
10. Welche Server sind gut?
Es gibt keine guten oder schlechten Server. Alle Server im appleJuice-Netzwerk haben dieselben Informationen, denn sie fragen sich untereinander gegenseitig nach Quellen ab. Du kannst also mit jedem beliebigen Server verbunden sein und findest trotzdem alle Quellen.
11. Powerdownload
Der Powerdownload ist ein wichtiger Bestandteil von appleJuice.
Du kannst ihn einsetzen, wenn du genügend Credits hast.
Durch Setzen des Powerdownloads zahlt man statt 1 Credit pro geladenem Byte x,x (mindestens 2,2) Credits pro geladenem Byte.
Für den Powerdownload sind Werte zwischen 2,2 und 50 zulässig.
Dadurch, dass man mehr bietet, rutscht man in der Warteschlange schneller nach oben, kommt so früher zum Saugen und kann auch bei mehr Clients gleichzeitig saugen.
Das Ganze funktioniert wie bei einer Auktion:
Der Höchstbietende bekommt den höchsten Platz in der Warteschlange und kann eher saugen.
Man gibt aber nicht unbedingt den eingestellten Maximalwert aus, sondern nur so viel, um den zweithöchsten Bieter knapp zu übertrumpfen.
Beispiel:
User A bietet für das File 12 Credits User B bietet für das File 5 Credits User C bietet 1 Credit (Powerdownload aus)
User A wird also in diesem Beispiel saugen, bezahlt allerdings nicht 12 Credits, sondern nur 5,1 Credits, also gerade so viel, um User B zu überbieten.
12. Was ist das Credit-System?
Das Credit-System ist ein elementarer Bestandteil von appleJuice. Es funktioniert nach folgendem Prinzip:
Für jedes Byte, das du hochlädst, bekommst du 2 (Byte) Credits und zusätzlich noch 10 % des vom Gegenüber eingesetzten Powerdownload-Wertes.
Jedes Byte, das du lädst, kostet dich 1 (Byte) Credits. Aktivierst du den Powerdownload, so kostet es entsprechend mehr.
Folgende Dinge sind noch zu beachten:
- Wenn du den Core schließt, sind deine Credits weg! Das GUI kann hingegen problemlos ohne Creditverlust geschlossen werden, wodurch die CPU-Last verringert werden kann.
- Wenn du weniger als 0 Credits hast, kannst du den
Powerdownloadnicht aktivieren. Außerdem wird dein Download dann auf maximal 250 kB/s beschränkt und der Download kann den Upload nicht übersteigen. - Der
Powerdownloadbleibt deaktiviert, wenn du nicht genug Credits hast, um das was du bietest auch zu bezahlen. - Für unvollständige Chunk-Uploads (z. B. bei falschen Einstellungen) werden die schon dafür vergebenen Credits wieder abgezogen.
13. Gibt es eine Möglichkeit die Credits zu behalten?
Nein, wenn du den Core schließt, sind die angesammelten Credits weg.
Windows |
statt Herunterfahren in den Ruhezustand wechseln |
Ubuntu |
statt Herunterfahren in den Ruhezustand wechseln |
macOS |
statt Herunterfahren in den Ruhezustand wechseln |
14. Was bedeutet "Eigenes Limit erreicht"?
- Meldung: Im GUI wird
Eigenes Limit erreichtangezeigt - Problem: Kein Download
| mögliche Ursache | mögliche Lösung |
|---|---|
| eingestellte max. Verbindungen erreicht | benutz den Einstellungsrechner |
| maximaler Download-Wert konfiguriert | Stelle den Download-Wert auf 0 |
| Download eingeschränkt/langsam | Pausiere Downloads und sammle Credits |
| Core hat zu wenig Arbeitsspeicher erhalten | siehe FAQ appleJuice Core · Punkt 1 |
| zu viele indirekte Verbindungen | Core-Port weiterleiten, siehe Punkt 13 |
15. Wie kann ich meine Dateien anderen Usern zur Verfügung stellen?
Neue Dateien müssen zuerst gehasht werden:
- Dateien in den Incoming-Ordner oder ein anderes Verzeichnis kopieren und dieses unter Mein Share → Verzeichnisse hinzufügen (mit oder ohne Unterverzeichnisse).
- Share-Überprüfung starten anklicken. Damit beginnt das Hashen, den Fortschritt zeigt der Core an.
- Danach unter Mein Share → Dateien auf erneut laden klicken, damit die neuen Dateien sichtbar werden.
- Für einen Link: Datei im Share per Rechtsklick auswählen, Link kopieren und im Board einfügen.
16. Wofür ist die Share-Priorität gedacht?
Mit der Share-Priorität machst du eine eigene Datei für andere attraktiver, sodass sie mit einem niedrigeren Powerdownload-Wert schneller an die Datei kommen. Sie ist hauptsächlich für Releaser interessant. Hochgeladen werden deine Dateien auch ohne Priorität.
- Einstellen: Unter Mein Share die Datei auswählen und setze Priorität wählen.
- Limit: Du hast insgesamt 1000 Prio-Punkte. Eine einzelne Datei darf höchstens 250 davon bekommen.
- Credits: Für eine Erhöhung gibt es keinen zusätzlichen 10-%-Creditanteil.
- Richtwert beim Releasen: Schau, wie viel Powerdownload für deinen Share geboten wird, und addiere etwa 30–50 Punkte. Die maximale Priorität ist meist nicht nötig.